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Schauspielervideos


Rotterdam - Jon Brittain

Premiere  7.1.2022

NEUE BÜHNE SENFTENBERG

Regie Samia Chancrin

Bühnen- und Kostümbild Lisa Däßler

Dramaturgie Lukas Schädler

Theaterpädagogik Franziska Golk

Musik Leon Haller

MIT

Adrian Henning Mittwollen

Alice Marianne Helene Jordan

Lelani Sara Simons

Josh Leon Haller

Regieassistenz Christoph Morling   Inspizienz/Soufflage Andy Kubiak

Fiona und Alice genießen ihr neues Leben in der niederländischen Stadt Rotterdam. Sie wohnen dort, um zu arbeiten, aber auch, weil Alice ihren Eltern noch nicht eröffnet hat, dass sie von nun an mit einer Frau zusammenlebt. Eines Abends ringt sie sich endlich durch, die E-Mail an ihre Mutter zu formulieren, als Fiona ihr plötzlich etwas gesteht, dass die Beziehung tief erschüttert: Sie fühle sich schon ihr ganzes Leben als Mann. Alice ist verwirrt. Sie fragt sich, was das für sie bedeutet. Ist sie denn überhaupt noch lesbisch, wenn ihre Freundin ihr Freund wäre? Fiona dagegen, die jetzt Adrian heißt, fühlt sich auf einmal befreit von ihrer Lebenslüge. Sie liebt Alice über alles und versteht ihr Problem nicht. Im Gegenteil: Adrian wünscht sich, dass Alice ihn unterstützt im Kampf um die Anerkennung in dem Geschlecht, in dessen Körper er nicht geboren ist. Plötzlich taucht die freigeistige Studentin Lelani in Alices Leben auf und besucht mit ihr das Stadtfest, um sie auf andere Gedanken zu bringen. Als sich die beiden näher kommen, stellt das Alice vor die Frage: Verliebe ich mich in ein Geschlecht oder in einen Menschen?


Trip Over - Samia Chancrin und Team

PREMIERE 2021

Konzept: Theater Titanick und Samia Chancrin
Script und Regie: Samia Chancrin
Projektleitung: Georg Lennarz
Schauspiel: Laila Nielsen, Georg Lennarz, Lisa Balzer
Musik, Komposition und Schauspiel: Raschid Sidgi, Conrad Kausch
Videokunst: Sebastian König
Technik und Spiel: Lisa Tatz, Justus Weber, Felix Martens, Hartmut Stephan
Kostüm und Ausstattung: Marcel Dewart
Spezialeffekte: Felix Martens
Tontechnik: Leon Grund, Ingo Koch
Licht- und Videotechnik: Christoph Jackschies, Spiros Paterakis
Produktionsleitung: Niklas Becker
Regieassistenz: Laura Wimmer
Social Media: Ida Feldmann
Mentoring: Clair Howells, Uwe Köhler

 

Ein Roadmovie als Open-Air-Theaterinszenierung

TRIP OVER erzählt die Geschichte von Lola und Ocean – ein Liebespaar, das sich auf eine Reise begibt, auf die Suche nach Identität und Freiheit. Doch die Vergangenheit reist dicht an ihrer Seite und wirft einen immer größer werdenden Schatten über den Roadtrip. So wird die Reise zu einer Irrfahrt, geprägt von der Sehnsucht nach einer Liebe, die zerbrochen ist und der Notwendigkeit sich der Vergangenheit zu stellen, um sie hinter sich lassen zu können.

Der Roadmovie TRIP OVER entführt das Publikum in eine spektakuläre Welt und wirft dabei die grundlegenden Fragen des Daseins auf: Von Einsamkeit und der Sehnsucht nach Zweisamkeit, von Verdrängung und dem Prozess des Loslassens.

Die Inszenierung

Ein alter Ford Mustang nimmt im Mittelpunkt des Bühnenbildes eine zentrale Rolle ein und entwickelt als unberechenbare Variable der Geschichte ein Eigenleben. Er ist für das Paar zugleich Heimat wie Aufbruch und bewegt sich vom Fernweh gesteuert in waghalsige Höhen. Die wilde Performance mit Live-Musik wird ergänzt durch Videoprojektionen, die den Zuschauer*innen eine neue Perspektive eröffnet. Realität und Fiktion verschwimmen im Rausch der Bilder, während sich die Protagonist*innen im Liebesrausch zwischen Wahnsinn und Euphorie bewegen. Leben und Tod stehen dicht beieinander, die Grenzen verschwinden im Nebel.

Videokonzept

TRIP OVER verbindet spielerische Performance und Livemusik mit Film- und Videoelementen. Mehrere feststehende und mobile Kameras im Bühnenbild ermöglichen die Projektion der Performance auf eine große Leinwand. Durch einen Green Screen auf dem Bühnenboden ergeben sich unzählige Möglichkeiten, das Spielgeschehen mit vorproduzierten Clips, Bildern und Landschaften zu kombinieren. Was ist Wirklichkeit? Was bleibt Fiktion?

Durch das Element der Videokunst nimmt TRIP OVER das Publikum mit auf eine Reise in das Innenleben der Protagonist*innen Lola und Ocean. Die Interaktion zweier Menschen auf eine große Leinwand übertragen, involviert die Zuschauer*innen, eröffnet eine andere Perspektive auf die Darsteller*innen und schafft so einen neuen, intimen Zugang zu dem Stück.

Musikkonzept: The LP of Loneliness

Die Musik zur Inszenierung TRIP OVER stammt aus der Feder des Multiinstrumentalisten Coco Kausch. Sein feines Gespür für klare und hoch emotionale Melodielinien prägt den Soundtrack. Europäische und orientalische Musiktraditionen bahnen sich ihren Weg in die Kompositionen. Dabei ist die Musik nie nur Begleitung oder Atmosphäre für das szenische Material, sondern Ausdruck des Innenlebens der Charaktere, die Sprache ihrer Träume, Wünsche und Gefühle. Mehr noch: die Livemusik in TRIP OVER wird zu einem zentralen Erzählmittel und prägt das Werk als Ganzes.

 

TRIP OVER IST BUCHBAR HIER

©Martin Jehnichen
©Martin Jehnichen

Auerhaus - Bov Bjerg

KULTURWERKSTATT KAUFBEUERN

PREMIERE  27.08.2021

Regie Samia Chancrin

Bühnen - und Kostümbild TEAM und Luca Krause

Dramaturgie Samia Chancrin

Frieder ist achtzehn, als er eine Überdosis Schlaftabletten schluckt – er wird gerettet. Doch er will nicht mehr zurück zu seinen Eltern. Mit fünf Freunden, die anders leben und auf Frieder aufpassen wollen, entsteht das Auer-Haus. „Our house in the middle of thestreet“. Die sechs Freunde führen kein normales Abiturientenleben. Sie sind Selbstversorger, finden heraus wie man miteinander umgeht und kümmern sich um Frieder. Dabei verschwimmen die Grenzen, wer eigentlich auf wen aufpasst. Das Stück nach einem Roman von Bov Bjerg, der Theaterfassung von Robert Koal.

mit: Moritz Rauch, Annika Höfler, Marvin Krause, Lara Greco, Tim Häring, Anja Hölzle

 

© Christoph Jorda
© Christoph Jorda
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Kritik Allgäuer Zeitung
2021-09-01_Allgaeuer_Zeitung_Kaufbeuren_
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Aus dem Nichts - Fatih Akin - Bühnenfassung Armin Petras

PREMIERE 23.08.2019

Regie SamiaChancrin

Bühnen- und Kostümbild  SaskiaWunsch

Dramaturgie LukasSchädler

Theaterpädagogik FranziskaGolk

Die Straße vor dem kleinen Büro ist abgesperrt. Eine Nagelbombe. Katja schlägt um sich. Der Polizist lässt sie nicht durch. Sie kennt das Büro. Es gehört ihrem Mann Nuri. Er hilft darin Drogenabhängigen in ein neues Leben. Für Katja wird die schreckliche Ahnung zur traurigen Gewissheit: Die beiden Todesopfer sind Nuri – und ihr Sohn Rocco.

Kommissar Fischer vermutet die Täter im Bereich der organisierten Kriminalität: Hat sich Nuri auf krumme Geschäfte mit seinen Klienten eingelassen? Oder war der Deutschkurde gar bei der PKK?

Katja läuft von nun an durch die Hölle. Während sie versucht, den Verlust ihrer Familie zu verstehen, durchwühlen die Behörden ihr Leben aufs peinlichste. Sie kommen mit Spürhunden, suchen nach Drogen und untersuchen sogar die Finanzen von Nuris Eltern in der Türkei. Sie verhören Katja, aber sie hören ihr nicht zu. Denn die ist sich sicher: Das war nicht die Mafia...

Das Stück basiert auf dem gleichnamigen Film von Fatih Akin. Er gewann damit den Golden Globe 2018 für den besten fremdsprachigen Film. Samia Chancrin spielte darin die Rolle von Katjas bester Freundin Birgit. In ihrer achten Inszenierung für die neue Bühne Senftenberg erzählt sie von Schmerz und Bewältigung und über den einsamen Kampf einer Mutter, der niemand glaubt.

es spielen:

Katja - Marianne Helene Jordan

Anwältin, Schwiegermutter - Catharina Struwe

Komissar Fischer, Möller - Jan Mixsa

Birgit, Edda Möller, Teresis - Lena Conrad

Polizist, JVA-Beamter, Heiko Möller - Leon Haller

Standesbeamter, Sachverständiger, Nazianwalt - Dimitrij Breuer

Richterin (Stimme) - Esra Maria Kreder

Mitwirkende:

Regieassistenz - Esra Maria Kreder

Inspizienz - Mirko Warnatz

Soufflage - Clara Michaela Dvořák

Hospitanz - Laura Wimmer

Marianne Jordan, ©Steffen Rasche
Marianne Jordan, ©Steffen Rasche

Schöne neue Welt - Aldous Huxley

PREMIERE 02.12.2018

nach dem Roman von Aldous Huxley / Deutsch von Uda Strätling / Theaterfassung von Samia Chancrin und Katja Stoppa

Regie: Samia Chancrin

Kostüm- und Bühnenbild:  Lea Reusse

Musik: Robert Eder

Choreografie: Franziska Golk

Dramaturgie: Katja Stoppa

Regieassistenz/Soufflage: Christina Linser

Inspizienz: Mirko Warnatz

Es spielen:

Morgana Mond, Weltbereichscontrollerin Westeuropa - Catharina Struwe

Bernhard Marx, Alpha Plus - Tom Bartels

Lenina Crown, Beta - Alrun Herbing

Fanny Crown, Alpha / Pflegerin, Beta / Reporterin, Beta / Frau mit Peitsche - Anna Schönberg

Henry Forster, Alpha / John Savage - Patrick Gees

DCK, Alpha / Reporter, Beta / Pilot / Alpha / Sergeant - Michael Zehentner

Linda, Johns Mutter, Beta Minus / Vorsteher, Alpha - Roland Kurzweg

Student, Beta - Mirko Warnatz

Brave New World ist einer der berühmtesten Zukunftsromane des 20. Jahrhunderts. Er wird ebenso wie Orwells 1984 zitiert, wenn es darum geht, verhängnisvolle Tendenzen einer Gesellschaft aufzuzeigen. Wann, wenn nicht jetzt, sollten wir uns damit beschäftigen? Wir befinden uns offensichtlich in einer bewegten Zeit. In einer Zeit der Umbrüche und Neuanfänge. In einer Zeit der Unsicherheit und Verwirrung. Eine Zeit, die zum Nachdenken über unsere gemeinsame Zukunft einlädt, wenn nicht gar drängt. Eine Utopie ist ein Gedankenexperiment für eine neue, andere, fiktive, aber meist bessere Gesellschaftsordnung. Aldous Huxley schrieb eine Dystopie, eine negative Utopie. Eine besondere Leistung seiner Dystopie besteht darin, dass er kühl Potentiale und Möglichkeiten zur Steuerung gesellschaftlicher Phänomene und Trends durch Technik und wissenschaftliche Entwicklungen aufzeigt. Erschreckenderweise können wir bereits viele Gedanken und Einfälle seiner „Weltordnung“ in der heutigen Gesellschaft beobachten: Wir hinterfragen nicht, ob Google besser als wir selbst weiß, was wir brauchen oder kaufen wollen oder dass unser Auto unaufhörlich Daten an einen Server sendet, der nicht nur über unseren Spritverbrauch, sondern auch über unseren „Autofahr-Charakter“ Auskünfte geben kann. In der schönen, neuen Welt sind die Alphas die oberste Schicht und die Epsilons die unterste. Die jeweilige Wertigkeit ist nicht nur klar, sondern angezüchtet und somit akzeptiert. Menschen werden in ein vorhandenes Wertesystem geboren und hinterfragen dieses nicht, denn sie sind durch die verordnete Droge
„Soma“ in einem Nebel des Glücks gefangen. Die Gefahr, dass sie diesen Nebel durchschauen, ist nicht gegeben, denn alle passen auf, dass keine*r vergisst, in aufregenden, gefühlsbelasteten Situationen die Droge zu nehmen. Das System ist in sich geschlossen, bis jemand John entdeckt … Huxley lässt eine hochentwickelte Gesellschaft entstehen, die weder Elend noch Krankheit kennt. Gegen den Preis der Abschaffung von individueller Freiheit, Kunst und Liebe: Ungehemmter Massenkonsum, naiver Fortschrittsglaube und fortwährender legaler und vorgeschriebener Drogenkonsum beherrschen diese Gemeinschaft. Kurzum: Ein problemloses, spaßbetontes, scheinbar leichtfüßiges Leben schränkt die menschliche Würde und den eigenen Willen ein. In dieser Welt sind enge zwischenmenschliche Beziehungen unmöglich. Im Zentrum der Handlung steht der Konflikt zwischen Individuum und Gesellschaft. Aldous Huxleys Roman trat 1931 gegen die naive Hoffnung an, es könnte eine technologisch und ideologisch optimierte Gesellschaft ohne Widersprüche und Konflikte geben.


Frühlings Erwachen - Frank Wedekind

 

PREMIERE: 02.12.2017

Regie - Samia Chancrin

Kostüm- und Bühnenbild - Andreas Hartmann

Musik - Robert Eder, the tiller & the tide

Dramaturgie - Johanna Müller

Dramaturgie - Katja Stoppa

Theaterpädagogik - Theresa Gerth

Regieassistenz und Soufflage - Christina Linser

Inspizienz und Soufflage - Mirko Warnatz

Es spielen:

Wendla Bergmann, Rektor Sonnenstich - Alrun Herbing

Martha Bessel, Frau Gabor, Habebald - Christina Berger

Thea, Ilse, Frau Bergmann, Hungergurt - Marianne Helene Jordan

Melchior Gabor - Sebastian Volk

Moritz Stiefel - Michael Zehentner

Ernst Röbel, Herr Gabor, Knochenbruch - Daniel Borgwardt

Hänschen Rilow, Zungenschlag, Dr. von Brausepulver, der vermummte Herr - Patrick Gees

 

„Hast du sie schon empfunden? – Was? – Männliche Regungen.“ Zwischen Schulaufgaben, Geburtstagsfeiern und mehr Schulaufgaben wollen Melchior Gabor, Moritz Stiefel und Wendla Bergmann endlich die Welt entdecken. Ihre Neugier ist leidenschaftlich und wird doch von allen Seiten eingeschränkt. Die Sehnsucht nach verbotenem Wissen treibt die Kinder an, die gerade Jugendliche werden und eigentlich schon Erwachsene sein wollen. Gleichzeitig ist da der Druck von den Eltern und Lehrern, den Ansprüchen zu genügen, versetzt zu werden und am besten zu bleiben wie sie sind: unschuldig. Doch Unschuld heißt vor allem für Wendla: Unwissenheit. Gleichwohl träumen und planen sie eine schönere Zukunft. Nur lauern überall Gefahren und Fallstricke, die essentiell sind und so wächst aus jugendlichem Übermut, Begehren und dem Streben nach Phantasien bald eine lebensbedrohliche Realität heran, die alle vor neue Fragen stellen wird – und deren Notwendigkeit lieber niemand erfahren hätte.

Das Stück von Frank Wedekind geriet nach seiner Erstverlegung 1891 zunächst in die Kritik, später wurde es zensiert, letztendlich verboten. Es thematisiere die Pubertät zu obszön, hieß es. Inzwischen gilt das Drama als Klassiker der Jugendliteratur und ist mehrfach für die Bühne und das Fernsehen adaptiert worden.

Regisseurin Samia Chancrin stellt sich mit einem jungen Ensemble den Wünschen und Abgründen der Jugend Wedekinds.

Kritik: Lausitzer Rundschau:


PETERCHENS MONDFAHRT - PHILIPP LÖHLE

 PREMIERE: 25.11.2016

Regie - Samia Chancrin

Bühne und Kostüm - Andreas Hartmann

Musik - Mirko Warnatz

Dramaturgie - Jörg Hückler

Regieassistenz/Inspizienz/Soufflage - Christina Linser

Theaterpädagogik - Mai-An Nguyen

Es spielen:

Herr Sumsemann - Eva Kammigan

Peterchen - Wolfgang Tegel

Anneliese - Alrun Herbing

Sternchen 2/Nachtfee/Weihnachtszwerg/Kanonier - Daniel Borgwardt

Sternchen 1/Nachtvetter/Tier - Simon Elias

Sandmann/Weihnachtsmann/Mondmann - Friedrich Rößiger

 

Wir sind eine Maikäfer-Familie, der vor vielen Jahren ein großes Unglück geschehen ist, erzählt Herr Sumsemann. Eines Abends saß mein UrUrUrUrUr-Großvater mit seiner Frau auf einem Birkenzweig und schaute sich den Sonnenuntergang an, als sich ein Holzdieb anschlich und zack, mit nur einem Schlag war die Birke umgeschlagen und mit ihr das Beinchen vom UrUrUrUrUr-Großvater. Die Nachtfee verbannte den Holzdieb auf den Mond, wobei auch Sumsemanns sechstes Beinchen dort landete. Seither müssen alle Sumsemanns mit fünf statt sechs Beinchen leben, es sei denn, es finden sich zwei Kinder, die immer nett zu Tieren sind. Sie allein können zum Mondberg reisen und das Beinchen zurückbringen. Wie gut, dass der Maikäfer Peterchen und Anneliese begegnet, mit ihnen zusammen kann das Mondfahrt-Abenteuer beginnen.

Gerdt von Bassewitz’ poetische Geschichte erschien 1912 als Kinderbuch und entwickelte sich schnell zu einem Klassiker. Philipp Löhle hat daraus eine temporeiche und phantasievolle Abenteuerjagd durch den nächtlichen Sternenhimmel voller Witz und Phantasie geschaffen.


BIRKENBIEGEN (UA) - OLIVER BUKOWSKI

Neue Bühne Senftenberg

Premiere 24. September 2016

Regie - Samia Chancrin

Bühne - Ulrike Reinhard

Kostüm - Jenny Schall

Dramaturgie - Igor Holland-Moritz

Regieassistenz/Inspizienz/Soufflage - Ingo Zeising

 

es spielen:

Sabine Michel - Eva Geiler

Volker Michel, ihr Mann - Daniel Borgwardt

Ruby Michel, ihre Tochter - Katrin Flüs

Ruth Michel, ihre Mutter - Sybille Böversen

Vera Böttcher, ihre Schwester - Nicole Haase

Karl Böttcher, Veras Sohn - Sebastian Volk

Peter Böttcher, Veras Mann - Michael Kind

 


Ausschnitte in diesem Bericht:


NELLIE GOODBYE - LUTZ HÜBNER

Neue Bühne Senftenberg

Premiere 5.März 2016 19:30 Studio

 

Regie/Liedtexte: Samia Chancrin

Ausstattung: Saskia Wunsch

Musik: Jan Maihorn

Dramaturgie: Igor Holland Moritz

 

es spielen: Marianne Jordan, Marlene Hoffmann, Hanka Mark, Johannes May, Sebastian Volk

 

Seit Wochen gibt es für Nellies Band nur ein Ziel: den großen Bandwettbewerb, an dem sie teilnehmen werden und den sie natürlich auch gewinnen wollen. Doch dann kippt die Frontfrau während einer Probe um. Cora schleppt ihre Freundin zum Arzt. Untersuchungen werden gemacht, auf Testergebnisse muss gewartet werden, man probt weiter, auch wenn die Nerven blankliegen. Das Telefon klingelt. Nellie soll noch am selben Tag beim Arzt vorbeikommen. 

Eine tödliche Krankheit stellt die Band vor eine Zerreißprobe und drückt jeden einzelnen an die Wand, bis er sich mit dem Unvorstellbaren auseinandersetzen muss. Eine Situation, die keine Fluchtmöglichkeit lässt und zur Auseinandersetzung mit der eigenen Hilflosigkeit zwingt. Der Umgang mit dem Unfassbaren muss erlernt werden. Die Frage ist: Wie definiert sich Freundschaft im Angesicht des Todes? 

Die Geschichte eines großen Traumes, der an der grausamen Realität zu zerschellen droht. Aber auch die Geschichte von fünf jungen Menschen, die lernen müssen die Angst und Hilflosigkeit, die die Krankheit der Freundin in ihnen auslöst, zu überwinden.

Nächste Vorstellung(en):

Samstag, 05.03.2016, 19.30 Uhr, Studiobühne

Dienstag, 08.03.2016, 10.00 Uhr, Studiobühne

Dienstag, 22.03.2016, 10.00 Uhr, Studiobühne

Freitag, 08.04.2016, 19.30 Uhr, Studiobühne

Bandfotos und Musikvideo


Interview über Nellie Goodbye



WOLFSWELT. DIE STUNDE DER KAMMERJÄGER. von Werner Buhss

Neue Bühne Senftenberg. 

Uraufführung

Premiere 27. September 2014 19:45


Regie: Samia Chancrin

Bühne: Saskia Wunsch

Kostüm: Jenny Schall


es spielen:

Marlene Hoffmann,  

Tom Bartels, Friedrich Rößiger,

Franz Sodann  

 

Vielleicht war es ein glücklicher Krieg, der in Erkenntnis seiner Sinnlosigkeit abgebrochen wurde. Und dann erstarrte der Krieg zu einem Wald. In dessen Dickicht wird irgendeiner von gesichtslosen Kämpfern ins Jenseits getreten. Die Brüder Götz und Hasso beobachten das Ganze, mischen sich aber nicht ein, denn sie müssen sich in diesem grausamen Holz behaupten. Seit ihrem siebenten Lebensjahr werden sie von ihrem Vater unerbittlich erzogen: Montag bis Mittwoch die Ertüchtigung, Donnerstag bis Samstag das Denken und Sonntag die Spiele. So sind sie ebenso brutale Kampfmaschinen wie hoch gebildete Nachfahren der Schlagenden Verbindungen geworden. Erst als Rotkäppchen Hilde im Rudel auftaucht, spürt Götz ein ihm unbekanntes Gefühl. Doch die aufkeimende Liebe wird vom Leitwolf argwöhnisch beäugt und dem Brudertier zerbissen. Liebe unter Wölfen ist ein Märchen für Weicheier.

Fotos: Klaus Gigga


"Es gefällt mir auf der Welt" von Guus Kuijer

2014 

Württembergische Landesbühne Esslingen

Uraufführung

Premiere: 25. Januar 2014

Bühne und Kostüm: Michaela Springer

mit Franziska Theiner, Annegret Taube, Hanif Idris, Martin Frolowitz

 

Es bleibt turbulent in Pollekes Welt, auch wenn nun klar ist, dass Mimun und sie miteinander gehen, und sie sich mit Müh und Not daran gewöhnt hat, dass der neue Freund von Mama ihr Lehrer ist. Diesmal ist es ihr Vater Spiek, der sie auf Trab hält. Spiek hat kein Zuhause, und so richtig gut geht es ihm auch nicht. Als er spurlos verschwindet, macht sich Polleke auf die Suche nach ihm – nur mitbekommen soll das niemand. Doch wo ihr Vater steckt, ist nicht die einzige Frage, die Polleke sich stellt: Warum wachsen Männern überall Haare? Haben Lehrer etwa auch Mütter? Was wird aus ihrem Kälbchen? Und muss sich Superman wirklich vor einem Piraten fürchten?
Auch im zweiten Teil der Polleke-Reihe aus der Feder des preisgekrönten Autors Guus Kuijers trifft man wieder auf die beliebten Figuren aus „Wir alle für immer zusammen“, das als Bühnenstück in der Spielzeit 11/12 an der WLB zu sehen war.


"Mein kleiner Zeh war ein Wort" von Yoko Tawada

2013  

Württembergische Landesbühne Esslingen

Premiere: 13. April 2013

Bühne und Kostüm: Michaela Springer

mit: Franziska Theiner, Martin Frolowitz


Heute ist ein seltsamer Tag, findet das Kind.

Vater geht nicht zur Arbeit, Mutter malt den Himmel blau,

das Haus ist verschwunden und stattdessen sind nur noch Buchstaben da.

Aus ihnen entsteht spielerisch eine neue Welt aus Sprache, die sich ständig

verändert und in der nichts ist, wie es war. Laute erklingen, gewinnen Bedeutung,

Bilder erscheinen, Worte bilden sich und werden zu Geschichten.

So offenbart sich beispielsweise das Wasser in dem Wort Dusche dann,

wenn man mehrmals hintereinander sagt: Duscheduscheduscheduschedusche. 

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Kritik Esslinger Zeitung
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Besuch bei der Patenklasse in der Klosterschule Nellingen


Wir alle für immer zusammen

2011  Guus Kuijer

Württembergische Landesbühne Esslingen

 Premier: 1. Oktober 2011

Kostüm und Bühne: Michaela Springer

mit: Stela Katic, Sabine Dotzer, Martin Frolowitz

 

Polleke ist elf und sie will Dichterin werden. Außerdem ist sie in Mimun verliebt, einen marokkanischen Jungen. 
Mimuns Eltern sind jedoch der Meinung, dass ihr Sohn nur ein marokkanisches Mädchen heiraten kann. 
Das ist schon kompliziert genug, aber als Pollekes Lehrer ihrer Mutter einen Heiratsantrag macht, ist für das Mädchen
das Maß endgültig voll.

Ein heranwachsendes Mädchen zwischen chaotischer Patchworkfamilie und multikulturellem Schulalltag.